Annegret Held: Robert Gernhardt zu „Die Baumfresserin“

Annegret Held

BaumfresserinRobert Gernhardt zu „Die Baumfresserin“

Annegret Held: „Ich endete, wie ich anfing, voller Anteilnahme für dieses recht ungewöhnliche Völkchen, das da mitten auf dem deutschen Lande Tag für Tag in die Fabrik geht, um Kisten für alle Welt herzustellen. Mir hat dieser Schauplatz ebenso eingeleuchtet wie der liebevolle Realismus, mit dem die in den Jahreslauf eingebetteten Aufschwünge und Abstürze des Kistenvolks geschildert werden. Romane aus der Arbeitswelt sind rar, zu lachen gibt es in den meisten nichts. >Die Baumfresserin< bildet da eine bemerkenswerte Ausnahme.“ (Robert Gernahrdt)

Leseprobe:

Estella Arabella Wollweber war sich nicht zu blöde, dem Kistenfranz schöne Augen zu machen. Kistenfranz war einen Meter fünfundsiebzig und sehr normal in der Figur, nicht dick und nicht dünn, und das Haar war noch braun und etwas meliert. Er sah aus, wie ein Mann in dem Alter eben aussah. Gott, er hatte Nase und Ohren und alles mögliche, da machte man sich in Dornweiler nichts draus, der eine sah so aus, der andere so, das war doch egal. „Alles, was an einem Mann schöner ist als an einem Affen, das ist überflüssig“, sagte Old Berta.

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Rezensionen auf Amazon: „Annegret Held beschreibt das Leben auf dem Land mit sehr viel Fingerspitzengefühl. Kaum hat man zu lesen begonnen, schon ist man mittendrin im Leben. Und ich hätte nicht gedacht, daß dieses Leben so unterhaltsam sein kann. Von kleinen Leuten mit großen Gefühlen halt. Ein wirklich tolles Buch!“

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